Kunst 5-10 Materialheft zum Thema Essen

  • erschienen im Friedrich Verlag 4. Quartal 2018

Essen gehört zu unserem Alltag wie Schlafen: es dient dem Überleben. Das gemeinsame Essen hat aber auch eine gesellschaftliche, kulturelle Funktion. So ist von der schlichten Nahrungsaufnahme bis zum festlichen Mahl alles an Darstellungen in der Kunst und ihrer Geschichte vertreten. Was in Mittelalter und Renaissance mit Themen wie dem Letzten Abendmahl oder demSchlaraffenland der religiösen Veranschaulichung und christlichen Erbauung dient, bekommt im barocken Stillleben eine moralische Dimension mit ästhetischer Wirkung. Niemals wieder hat man Obst, Gemüse, Schinken und Brot so sinnlich dargestellt! Die Bilder vom Essen bringen aber auch eine gesellschaftliche Botschaft mit sich. So charakterisieren ein üppiges Frühstück mit Kakao oder eine karge Abendmahlzeit mit Kartoffeln nicht nur gesellschaftliche Gepflogenheiten, sondern vor allem auch den sozialen Status ihrer Konsumenten. Mit dem  20. Jahrhundert wurde die Darstellung von Essen zu einem gebräuchlichen Motiv, um die Grenze zwischen Kunst und Leben zu überschreiten, ob in humoristischer, kritischer oder ästhetischer Weise.

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