Kunst 5-10 Materialheft zum Thema Zusammen
erschienen im Friedrich Verlag 4. Quartal 2017
Wie gestaltet sich das Verhältnis von Kunst und Räumen? Mit dem sogenannten spatial turn haben sich Kunst und Wissenschaft den politischen, geographischen, sozialen Räumen geöffnet. Weil Kunst über ihre Betrachtung funktioniert, bilden Kunst- und Betrachterraum von jeher eine Schicksalsgemeinschaft. Bildet die Kunst den Raum ab oder wird der Raum zur Kunst? In der Renaissance bekommt das Thema Raum mit der Erfindung der Zentralperspektive einen mathematisch genau berechneten Platz im Bild, der Betrachter seinen festen Standpunkt. In den folgenden Jahrhunderten wachsen Bildraum und Betrachterraum, bis im 20. Jahrhundert das Bild aus seinem Rahmen bricht, die Kunst in Stadt- und Landschaftsräume vordringt, als Kunst im öffentlichen Raum (Environment, Happening, Land Art) oder im Museum (Installation).