Kunst 5-10 Materialheft zum Thema Verwandeln

  • erschienen im Friedrich Verlag 1. Quartal 2017

Kleider machen Leute. Eine Redensart, die nach der Novelle von Gottfried Keller (1819-1890) zum Thema macht, was Kleidung kann: Bluffen. Hier geht es um einen armen Schneider, der als vornehmer Graf durchgeht. Ob sportlich, sexy oder klassisch, für jedes Outfit gibt es ein passendes Label, die passende Figur, das passende Lächeln. Und das nicht erst seit “Germany’s next Top Model”. Bestimmte im Mittelalter die Kleiderordnung, was der Bauer, der Bürger, der Adel tragen durfte, so ist im 21. Jahrhundert (fast) alles erlaubt! Aber, was in Mode ist, das gilt als angesagt. Mode ist mehr als Kleidung, Mode ist mehr als ein Handwerk. Mode ist wie Kunst, sie spürt jeder gesellschaftlichen Veränderung nach und spiegelt sie wider: pragmatisch und phantasievoll, provokant oder prophetisch. Gegenwärtig gipfelt sie in den modischen Utopien der Niederländerin Iris van Herpen (geb. 1984) oder den politischen Visionen des Briten Hussein Chalayan (geb. 1970). Mode entsteht am Puls der Zeit, das macht sie zum gesellschaftlichen Spiegel à la mode.

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